Heizstrom: Wärmepumpe und Nachtspeicherheizung
Wer mit Strom heizt, hat oft einen eigenen Tarif und einen eigenen Zähler. Das macht den Wechsel nicht schwierig, aber etwas genauer. Hier erklären wir die Besonderheiten bei Wärmepumpe und Nachtspeicherheizung.
Was Heizstrom ist
Als Heizstrom bezeichnet man Strom für elektrische Heizungen, vor allem für Wärmepumpen und Nachtspeicherheizungen. Dafür gibt es spezielle Tarife, die oft günstiger sind als normaler Haushaltsstrom. Meistens hängt die Heizung an einem eigenen Zähler.
Die Auswahl an Heizstromtarifen ist in der Regel kleiner als bei normalem Haushaltsstrom. Es lohnt sich deshalb, genau zu vergleichen.
Wärmepumpentarif
Ein Wärmepumpentarif gilt für den Strom, den die Wärmepumpe verbraucht. Er läuft häufig über einen separaten Zähler. Dann hat dieser Zähler eine eigene Lieferstelle und damit eine eigene Marktlokations-ID, und der Vertrag ist vom Haushaltsstrom getrennt.
Netzbetreiber bieten für steuerbare Geräte wie Wärmepumpen oft reduzierte Netzentgelte an. Dafür darf der Netzbetreiber die Leistung zeitweise begrenzen. Was bei dir gilt, steht in den Bedingungen deines Netzbetreibers.
Nachtspeicher und Zweitarifzähler
Nachtspeicherheizungen laden vor allem nachts, wenn der Strom im Netz günstiger ist. Dafür gibt es Zweitarifzähler, die zwei Zählerstände führen: einen für den Hochtarif (HT) am Tag und einen für den Niedertarif (NT) in der Nacht. Welche Stunden zu welchem Tarif gehören, legt der Netzbetreiber fest.
Auf der Abrechnung siehst du deshalb zwei Verbrauchswerte und oft auch zwei Arbeitspreise.
Was du für den Vergleich angibst
Gib den Jahresverbrauch deines Heizungszählers an, bei einem Zweitarifzähler getrennt nach Hoch- und Niedertarif. Steht nur ein Teil des Jahres auf der Abrechnung, rechnen wir den Verbrauch hoch. Weil Heizungen im Winter mehr verbrauchen, berücksichtigen wir dabei die Jahreszeit und markieren die Zahl gelb zum Prüfen.
- Verbrauch in kWh, bei Zweitarif getrennt nach HT und NT
- Art der Anlage, Wärmepumpe oder Nachtspeicher
- Ob die Heizung am eigenen Zähler hängt
- Zählernummer und, wenn vorhanden, die Marktlokations-ID
Was sich beim Wechsel nicht ändert
Der Wechsel betrifft nur den Stromlieferanten. Zähler, Heizung und Netzanschluss bleiben, wie sie sind, die Anlage läuft weiter. Wer den Zähler ändern will, etwa um Haushalt und Heizung zusammenzulegen, spricht das getrennt mit dem Netzbetreiber ab. Ein Anbieterwechsel ersetzt das nicht.
Du kannst grundsätzlich auch mitten in der Heizperiode wechseln. Wichtig ist nur, dass der neue Vertrag beginnt, wenn der alte endet, damit die Heizung nicht in der Ersatzversorgung läuft.
Worauf du bei Angeboten achtest
Schau neben dem Arbeitspreis auch auf den Grundpreis. Ein niedriger Arbeitspreis mit hohem Grundpreis kann bei kleinem Verbrauch teurer sein. Prüfe außerdem Laufzeit, Kündigungsfrist und Preisgarantie, mehr dazu im Beitrag Laufzeit, Kündigungsfrist und Preisgarantie. Bei Heizstrom ist die Auswahl begrenzt, deshalb schauen wir mit dir genau auf die Bedingungen.
Häufige Fragen
Gibt es eigene Tarife für Wärmepumpe oder Nachtspeicher?
Ja, für Wärmepumpen und Nachtspeicherheizungen gibt es spezielle, oft günstigere Tarife, häufig mit eigenem Zähler. Gib im Assistenten einfach an, welche Art von Strom du hast.
Brauche ich für eine Wärmepumpe einen eigenen Zähler?
Häufig ja, der Tarif läuft dann über einen separaten Zähler. Ob das bei dir so ist, siehst du auf deiner Abrechnung: Hat die Heizung eine eigene Zählernummer, ist sie getrennt abgerechnet.
So geht es weiter
Gib im Assistenten an, dass es um Heizstrom geht, und lad die Abrechnung des Heizungszählers hoch. Wir schauen, welche Tarife dazu passen.
Jetzt kostenlos startenDazu passt: Jahresabrechnung verstehen · Zählernummer finden
Aktualisiert am 16. Oktober 2026. Allgemeine Informationen, keine Rechtsberatung. Wir vermitteln Verträge über Partner-Versorger und bekommen dafür eine Provision vom Versorger. Auf den Tarifpreis schlagen wir nichts auf.